Geschichte des Frölich-Stollns in Sosa

Der Frölich-Stolln ist eines der jüngsten Bergwerke in Sosa und gehörte zum Grubenfeld der "Sosaer Glück" Fundgrube. Besitzer dieses Grubenfeldes war die Konsortschaftliche Grubenverwaltung Schneeberg. Am 12.12.1870 unterzeichneten die Besitzer der "Sosaer Glück" Fundgrube und der Besitzer des Grundstückes, Hermann Frölich (Besitzer des Frölichgutes in Sosa) einen verbindlichen Vertrag "Zur Niederbringung eines Schurfschachtes...". 1872 wurde mit den bergbaulichen Tätigkeiten im Frölichwald begonnen.

Die Bergleute trieben den Stolln mithilfe von Schwarzpulver und Dynamit voran. Vorher mussten Bohrlöcher in das Gestein getrieben werden. Diese wurden dann mit den Sprengstoffen gefüllt und gezündet. Reste der Bohrlöcher sind noch heute sichtbar.

Ab 1877 ist ein Ausbringen von Erzen verzeichnet. Etwa 64 Zentner Wismut- und Kobalterze konnten insgesamt bis zur Schließung des Frölich-Stollns gewonnen werden. Am 03.10.1883 wurde das Bergbaurecht der "Sosaer Glück" Fundgrube für erloschen erklärt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt endeten die bergbaulichen Arbeiten auch im Frölich-Stolln. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Stolln noch einmal durch die SDAG Wismut untersucht, aber abbauwürdige Erze fanden sich dabei nicht.

Während der Zeit des Talsperrenbaus(1949-1952) wurden die beiden Terrassen angelegt und auf der oberhalb gelegenen Terrasse stand die sogenannte "Kulturbaracke" für die Talsperrenbauer. Danach wurde das Gelände als Sommerzeltplatz für Kinder- und Jugendferienlager genutzt.

Die untere Terrasse hat heute die Bergbrüderschaft Sosa gepachtet. Die Mitglieder haben den Frölichstolln 1996 wieder geöffnet und etwa 70 m begehbar gemacht.

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Geschichte des Frölichstollns

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